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Das neue deutsche Theater in Prag I

17.01.2012,  19:30

PLH, Ječná 11, Prag 2

 
Der erste Teil einer Diskussionsreihe zum deutschen Theater in Böhmen. In der einführenden Veranstaltung wird der Dokumentarfilm „Čech a Němec se nehraje oder über eine ruhmreiche Geschichte mit einem tragischen Ende“ (Regie: Ivan Pokorný, CZ 2003) gezeigt. Im Anschluss folgt eine Diskussion. Auf Deutsch und Tschechisch.

Die ruhmreiche Ära des Prager deutschen Theaters beginnt nach der Eröffnung des tschechischen Nationaltheaters und ist mit Namen verbunden, die im Gebiet des Theaters die bekanntesten in Europa sind - Angelo Neumann, Gustav Mahler, Alexander von Zemlinski.
Wer weiß heute überhaupt noch, dass das einstige Landestheater das heutige Stavovské divadlo ist? Wer weiß heute, dass die heutige Staatsoper zum Neuen Deutschen Theater gehörte, welches die Prager Deutschen dem Nationaltheater zum Trotz aufgebaut hatten? Auf der Bühne des Neuen Deutschen Theaters fanden berühmte Gastauftritte der bekanntesten Opern- und Schauspielstars statt. Prag ist die Geburtsstadt und der Ort des Karrierebeginns vieler dieser berühmter Künstler- Prag war für deutsche Theaterkunst einfach eine gute Adresse. Diese Persönlichkeiten waren hauptsächlich deutsch-schreibende jüdische Intellektuelle – Max Brod, Otto Pieck, E. E. Kisch und weitere, die sich während der Zeit der Ersten Republik um eine fruchtbare und inspirative Symbiose der tschechischen und deutschen Kunst bemühten. In größerem Ausmaß wurden diese Bemühungen belohnt- so wie dies Leoš Janáček oder Jaroslav Hašek erfahren konnten.

Nicht nur darüber referiert im Anschluss der bekannte Experte der tschechischen Theaterkultur Prof. Jan Císař (*1932), Theaterwissenschaftler und langjähriger Pädagoge an der Theaterfakultät der AMU.


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die vergessenen Kapitel des deutschen Theaters in Böhmen und Mähren“

Die weiteren Teile der Reihe finden am 21. Februar 2012 und am 15. März 2012 jeweils um 18.30 Uhr statt.
Die Einladung zum Download hier.
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