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Evangelium nach Kafka

12.05.2012,  16:00 Uhr

Theresienthal

Gregorij von Leïtis liest Texte aus Franz Kafkas Erzählungen, Briefen, Tagebüchern und Aphorismen und verwebt sie zu einer dichterischen Collage: Das Evangelium nach Kafka. Unter der Schirmherrschaft von Karel Schwarzenberg, Vizeministerpräsident und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik.

In seinen Erzählungen überschreitet Kafka (1883 – 1924) die Welt des Wahrscheinlichen, um die wirkliche Welt besser zu verstehen. Die Protagonisten seiner Werke stehen oft ohnmächtig anonymen Kräften gegenüber, sind in einem unentwirrbaren Labyrinth gefangen. Angst, Scheitern, vergebliches Streben sind seine beherrschenden Themen. Ein Meister des Absurden beschreibt er glasklar und nüchtern die phantastischsten Begebenheiten und führt den Leser an die Grenzen des menschlichen Denkens. Die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts kommen in Kafkas Werk beinah visionär zum Ausdruck. Wie kaum ein anderer Schriftsteller verleiht Franz Kafka dem Lebensgefühl des modernen Menschen Ausdruck, so sehr, dass sein Name gleichbedeutend ist mit der modernen Existenz: „kafkaesk“ nennen wir heute eine Situation, die sich den Deutungen von Politik, Psychologie und Soziologie entzieht.

Premiere:
Elysium Festival Bernried (Juni 2011)
Weitere Aufführungen:
Bohemian National Hall New York / USA
Vytautas-Magnus-Universität Kaunas / Litauen

Mehr Informationen zum Projekt finden sie hier.
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