Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
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Konferenz zu H.G. Adler

20.-21.10.2010

PLD, Ječná 11/Goethe-Institut, Masarykovo náb. 32

Wer zeugt für die Zeugen?
Zu den Romanen des Prager deutschen Schriftstellers H. G. Adler (1910 – 1988)

Der 100. Geburtstag H. G. Adlers ist Anlass, auf das Werk dieses großen Autors hinzuweisen, der in Deutschland und in Tschechien noch nicht so bekannt ist, wie er es verdient hätte. Der wichtigste Schriftsteller der Prager deutschen Literatur der Generation nach der von Franz Kafka und Max Brod ist zugleich der wichtigste Autor deutscher Sprache (neben Edgar Hilsenrath), der als Überlebender über den „Holocaust“ schrieb und zwar als „Sachbuch- Autor“ mit seinem Theresienstadt-Buch wie als Romancier mit seinen drei veröffentlichten Romanen Panorama, Eine Reise, Die unsichtbare Wand. Die Konferenz, die das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren gemeinsam mit dem Prager Goethe-Institut veranstaltet, wird von der Berliner Stiftung „Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“ unterstützt. Organisiert wird sie von Prof Dr. Hans Dieter Zimmermann vom Institut für Literaturwissenschaft der TU Berlin.


Programm
20. Oktober 2010, Prager Literaturhaus, Ječná 11
19 Uhr  - Eröffnung
Lucie Černohousová, Literaturhaus: Begrüßung und Vorstellung des Prager Literaturhauses
Hans Dieter Zimmermann, TU-Berlin: Begrüßung
Eva Patková, Prag: Mein kurzer Briefwechsel mit H. G. Adler.

Kleiner Empfang

21. Oktober


9 Uhr im Goethe-Institut Prag
Heinrich Blömeke, Goethe-Institut: Begrüßung

9 Uhr 15
Thomas Krämer, Berlin: H. G. Adlers Poetik des Gedenkens.
Lothar Müller, Berlin: Das Böse ist nicht banal. Zu H. G. Adlers Eine Reise.

11 Uhr Kaffeepause

11 Uhr 30
Jiří Holý, Prag: Trauma der Wiederkehr. Zu Adlers Die unsichtbare Wand und anderen Texten von Überlebenden.
Sven Kramer, Lüneburg: Die Politik der Erinnerung in Adlers Die unsichtbare Wand.

13 Uhr Mittagspause

15 Uhr
Milan Tvrdík, Prag: H. G. Adler und die Tschechen.
Hans Dieter Zimmermann, Berlin: Vom Internat zum Lager. Adlers „Panorama“ des 20. Jahrhunderts.

16 Uhr 30 Kaffeepause

17 Uhr
Manfred Voigts, Potsdam: H. G. Adlers Experimentaltheologie. Adlers Beziehung zu Erich Unger.
Franz Hocheneder, Linz: H. G. Adlers unveröffentlichte literarische Werke.

18 Uhr 30 Pause

19 Uhr
Podiumsdiskussion: „Ich suche keine Heimat.“ H. G. Adler aus heutiger Sicht.
Teilnehmer: Jeremy Adler, London; Wolfgang Bergsdorf, Bonn; Jiří Gruša, Meckenheim; Michal Frankl, Prag; Jürgen Serke, Hamburg;
Leitung: Michael Wögerbauer, Prag

Die Konferenz findet auf Deutsch statt. Die Podiumsdiskussion wird simultan ins Deutsche und Tschechische übersetzt.

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