Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
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Aktuelles
Lenka Reinerová: Unendliche Freundschaften
Mi, 17. Juni 2026  -  18:00
     Prager Literaturhaus | Ječná 11, Praha 2

Anlässlich des 110. Geburtstags von Lenka Reinerová erscheint im Verlag Labyrint eine Monografie der Germanistin Viera Glosíková mit dem Titel Lenka Reinerová – Unendliche Freundschaften: Ein Buch über die letzte deutschschreibende Autorin aus Prag.

An der feierlichen Buchvorstellung im Literaturhaus, dessen Gründung Lenka Reinerová initiiert hatte, nehmen die Autorin der Publikation, Viera Glosíková, Lenkas Tochter Anna Fodorová, der Verleger Joachim Dvořák und der Direktor des Literaturhauses, David Stecher, teil.

Das an Archivfotos und einzigartigen persönlichen Dokumenten reiches Buch bietet ein literarisches Porträt von Lenka Reinerová (1916–2008), ergänzt durch Zitate aus ihren Werken und persönliche Erinnerungen von Viera Glosíková.

Eintritt frei.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Verlag Labyrint statt.


Stolperstein für Walter Serner
Di, 16. Juni 2026  -  19:00
     Jerusalemsynagoge, Jeruzalémská 7, Prag 1

Das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren lädt Sie gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde in Prag herzlich zu einem musikalisch-literarischen Abend anlässlich der Stolpersteinverlegung für Walter und Dorothea Serner ein.

Die Veranstaltung erinnert an das Leben und Werk des aus Karlsbad stammenden Schriftstellers, Dadaisten und Weltenbummlers Walter Serner (Walter Eduard Seligmann, 1889–1942), der sich nach Jahren in europäischen Metropolen in Prag im Josefov niederließ. Im August 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau Dorothea nach Theresienstadt und kurz darauf in den Osten deportiert, wo sie in den Wäldern von Biķernieki unweit von Riga ermordet wurden.
 
 
Der Stolperstein wird vor Mittag an Serners letzter Adresse, V Kolkovně 920/5, Prag 1, verlegt.
 
Im Rahmen des Abendprogramms treten Andreas Mosbacher, Vorsitzender der Internationalen Walter-Serner-Gesellschaft, Peter Becher, langjähriger Vorsitzender des Adalbert-Stifter-Vereins, sowie die Schauspielerinnen Barbara Lukešová und Hanna Rollmann-Romanowski auf, die eine Lesung aus Serners Kriminalgeschichte „Die Tigerin“ vortragen werden. Für die musikalische Begleitung sorgen der weltbekannte Cellist Petr Nouzovský und die japanische Pianistin Yukie Ichimura.
 
Der Eintritt ist frei. 
Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Prag statt und wird simultan gedolmetscht.

Prager Museumsnacht
Sa, 13. Juni 2026  -  19:00
     Museum MHD, Patočkova 460/4, Prag 6

Im Rahmen des Begleitprogramms der Prager Museumsnacht laden wir Sie herzlich zu einem Literaturabend ein, der in Zusammenarbeit mit dem Museum für öffentlichen Nahverkehr veranstaltet wird.

An einem ungewöhnlichen Ort stellen die Autorinnen Viktorie Hanišová und Barbora Šťastná ihre neuen Bücher vor. Auf dem Programm steht außerdem die Vorstellung von Neuerscheinungen zum Thema Verkehr.
 
 
Programm:
19.30 Uhr    Barbora Šťastná: Exoti
20.30 Uhr    František Prošek: Pražská koňka
21.30 Uhr    Viktorie Hanišová: Hoří ti táta
22.30 Uhr    Robert Mara: Z Kosmonautů na Háje
 
Die Schriftstellerin und Herausgeberin von Projekt Memory of Nation/Paměť národa Barbora Šťastná stellt ihren Erzählband Exoti vor, der von realen Geschichten über Andersartigkeit inspiriert wurde.
 
Das Buch Pražská koňka beschreibt die Anfänge des öffentlichen Nahverkehrs in Prag, von der Einführung der Pferdebahn bis zu ihrer Ablösung durch elektrische Straßenbahnen.
 
Die Prosaautorin und Übersetzerin Viktorie Hanišová liest aus ihrem brandneuen Werk vor, dem Roman Hoří ti táta über eine Familientragödie und die Neurosen der heutigen Gesellschaft.
 
Der Bildband Von den Kosmonauten nach Háje mit zahlreichen historischen und aktuellen Fotografien bietet einen Vergleich zwischen dem alten und dem neuen Erscheinungsbild der U-Bahn. 
 
Eintritt mit einer gültigen Eintrittskarte für das Museum für öffentlichen Nahverkehr.

Chris Michalski auf Residenzaufenthalt in Prag
Mai / Juni 2026

Der Dramatiker, Schriftsteller und Übersetzer Chris Michalski arbeitet im Rahmen seines Stipendiums im Mai und Juni in Prag an einem neuen Theaterstück, das das Leben und Werk von Karel Poláček und das Ende der Welt thematisiert.
 
Er stellte das Projekt, das mit seinem entstehenden Roman Alles was es einmal gab zusammenhängt, am 13. Mai 2026 beim tschechisch-deutschen Abend in der (A)void Floatig Gallery vor und war damit einer der ersten internationalen Gäste der Buchmesse „Svět knihy Praha".
 
Chris Michalski lebt und arbeitet in Leipzig, wo er 2011-2013 am Deutschen Literaturinstitut studierte. Texte von ihm werden als Theaterstücke, Hörspiele, Performances inszeniert, erscheinen auch in diversen Publikationen. Mit verschiedenen Gruppen und Kollektiven entwickelt er außerdem Stücke und Performances, die auf Bühnen und in anderen Räumen aufgeführt werden.

Partnerorganisation des Stipendienprogramms ist die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Fotografien: Deutsch-tschechischer Literaturabend: Chris Michalski und Pavel Novotný
Do, 21. Mai 2026

Am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, fand am Vorabend der Eröffnung der Buchmesse und des Literaturfestivals Svět knihy ein tschechisch-deutscher Literaturabend statt. Zu den diesjährigen Gästen zählten unsere Stipendiaten Chris Michalski und Pavel Novotný.

Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.


Fotografien: Der Prager Kreis – musikalisch betrachtet
Mo, 18. Mai 2026

Am Dienstag, dem 12. Mai 2026, fand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle ein Vortrag zum Thema Der Prager Kreis – musikalisch betrachtet statt.

Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.


Deutsch-tschechischer Literaturabend: Chris Michalski und Pavel Novotný
Mi, 13. Mai 2026  -  19:00
     (A)VOID Floating Gallery, Výtoň, Praha 2

Gäste des diesjährigen tschechisch-deutschen Literaturabends, der traditionell am Vorabend Prager Buchmesse Svět knihy stattfindet, sind unsere diesjährigen Stipendiaten Chris Michalski und Pavel Novotný.

Chris Michalski, Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und Autor performativer und szenischer Texte, stellt sein aktuelles Theater- und Romanprojekt Alles, was es gegeben hat vor, das als Bericht über das Ende der Welt konzipiert ist. Als Inspirationsquelle diente dem Autor auch der Roman Wir fünf und Jumbo von Karel Poláček.
Der tschechische Dichter und Übersetzer Pavel Novotný spricht über seine autobiografische Pentalogie, die mit dem 2025 erschienenen Roman Meister abgeschlossen wurde, und liest Auszüge aus seinen älteren und neueren performativen Texten vor.
 
 
Die Veranstaltung wird gedolmetscht, eine tschechische Übersetzung des deutschen Textes wird zur Verfügung stehen.
 
Der Abend findet in Zusammenarbeit mit der (A)VOID Floating Gallery und der Sächsischen Kulturstiftung statt.

Der Prager Kreis – musikalisch betrachtet
Di, 12. Mai 2026  -  18:00
     Prager Literaturhaus | Ječná 11, Praha 2

Der engere Prager Kreis, zu dem nach Brod neben ihm selbst Franz Kafka, Oskar Baum und Felix Weltsch sowie nach Kafkas Tod Ludwig Winder gerechnet werden, belegt für einige seiner Exponenten eine außerordentlich intensive Beschäftigung mit Musik. Dies gilt für den Erfinder des Prager Kreises Max Brod, der als Musikkritiker u. a. im Prager Tagblatt oder als Förderer von Leoš Janáček wirkte und Musik auch literarisch thematisierte. Gleichermaßen gilt dies für Oskar Baum, der als Klavierlehrer und Musikkritiker der Prager Presse tätig war. Nimmt man noch Personen aus dem weiteren Prager Kreis hinzu, hier wäre Franz Werfel zu nennen, der mit Verdi. Der Roman der Oper ein zentrales musikbiographisches Thema behandelte, so scheint insgesamt ein starkes Interesse für Musik im Prager Kreis zu bestehen. Dies wird auffällig von der Person in Abrede gestellt, die bis heute als Zentralfigur nicht nur des Prager Kreises, sondern der Prager deutschen Literatur insgesamt fungiert. Franz Kafka konnte, so erinnert sich Max Brod, nicht einmal die Lustige Witwe vom Tristan unterscheiden. Andererseits nimmt gerade in Kafkas Werk das Motiv des Musikalischen eine zentrale Rolle ein, erwähnt seien nur Erzählungen wie Forschungen eines Hundes oder Josephine die Sängerin oder das Volk der Mäuse. Vor diesem Hintergrund wird zum einen die biographische, insbesondere musikvermittelnde Rolle von Musik im Prager Kreis behandelt, zum anderen sollen ausgewählte Aspekte des Musikalischen und Unmusikalischen zur Sprache kommen.

Steffen Höhne ist Professor für Kulturwissenschaft und -management an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena; zu seiner umfassenden Publikationstätigkeit gehört u.a. auch die Mitherausgeberschaft des Handbuchs der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder (2017) und des Handbuchs der Literaturen aus Czernowitz und der Bukowina (2023).

Nur auf Deutsch.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der langfristigen Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle statt.


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