Mi, 13. Mai 2026 - 19:00
(A)VOID Floating Gallery, Výtoň, Praha 2
Gäste des diesjährigen tschechisch-deutschen Literaturabends, der traditionell am Vorabend Prager Buchmesse Svět knihy stattfindet, sind unsere diesjährigen Stipendiaten Chris Michalski und Pavel Novotný.
Di, 12. Mai 2026 - 18:00
Prager Literaturhaus | Ječná 11, Praha 2
Der engere Prager Kreis, zu dem nach Brod neben ihm selbst Franz Kafka, Oskar Baum und Felix Weltsch sowie nach Kafkas Tod Ludwig Winder gerechnet werden, belegt für einige seiner Exponenten eine außerordentlich intensive Beschäftigung mit Musik. Dies gilt für den Erfinder des Prager Kreises Max Brod, der als Musikkritiker u. a. im Prager Tagblatt oder als Förderer von Leoš Janáček wirkte und Musik auch literarisch thematisierte. Gleichermaßen gilt dies für Oskar Baum, der als Klavierlehrer und Musikkritiker der Prager Presse tätig war. Nimmt man noch Personen aus dem weiteren Prager Kreis hinzu, hier wäre Franz Werfel zu nennen, der mit Verdi. Der Roman der Oper ein zentrales musikbiographisches Thema behandelte, so scheint insgesamt ein starkes Interesse für Musik im Prager Kreis zu bestehen. Dies wird auffällig von der Person in Abrede gestellt, die bis heute als Zentralfigur nicht nur des Prager Kreises, sondern der Prager deutschen Literatur insgesamt fungiert. Franz Kafka konnte, so erinnert sich Max Brod, nicht einmal die Lustige Witwe vom Tristan unterscheiden. Andererseits nimmt gerade in Kafkas Werk das Motiv des Musikalischen eine zentrale Rolle ein, erwähnt seien nur Erzählungen wie Forschungen eines Hundes oder Josephine die Sängerin oder das Volk der Mäuse. Vor diesem Hintergrund wird zum einen die biographische, insbesondere musikvermittelnde Rolle von Musik im Prager Kreis behandelt, zum anderen sollen ausgewählte Aspekte des Musikalischen und Unmusikalischen zur Sprache kommen.
Steffen Höhne ist Professor für Kulturwissenschaft und -management an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena; zu seiner umfassenden Publikationstätigkeit gehört u.a. auch die Mitherausgeberschaft des Handbuchs der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder (2017) und des Handbuchs der Literaturen aus Czernowitz und der Bukowina (2023).
Nur auf Deutsch.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der langfristigen Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle statt.
Di, 5. 5. 2026
Am Dienstag, dem 28. April 2026, hat im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle ein Vortrag mit dem Titel Zur literaturwissenschaftlichen Konzeptualisierung multilingualer Orte: Czernowitz und Prag im Vergleich stattgefunden.
Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.
Di, 28. April 2026 - 18:00
Prager Literaturhaus | Ječná 11, Praha 2

Habsburgisch geprägte Orte wie Czernowitz und Prag zeichnen sich in exemplarischer Weise durch ihre multilingualen, -ethnischen und -konfessionellen Determinanten aus, mit denen nationalkulturelle Kategorisierungen und Kanonisierungen immer wieder herausgefordert bzw. unterlaufen werden. Ausgehend von den Arbeiten der Prager Germanistik zur Bestimmung von literarischen Regionen sollen mit Hilfe kultursoziologischer Ansätze Beschreibungsmodelle für die urbanen Kontexte und deren Verflechtungen diskutiert werden. Neben raumbezogenen Konzepten urbaner Identitäten und Images geht es auch um die häufig konträren erinnerungskulturellen Traditionen, die auf ein Mit-, Neben- und Gegeneinander der verschiedenen Kulturen deuten. Diese Ansätze und Modelle sollen vergleichend auf die Literatur und Kultur in Czernowitz und Prag in der Moderne übertragen werden.
Steffen Höhne ist Professor für Kulturwissenschaft und -management an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena; zu seiner umfassenden Publikationstätigkeit gehört u.a. auch die Mitherausgeberschaft des Handbuchs der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder (2017) und des Handbuchs der Literaturen aus Czernowitz und der Bukowina (2023).
Nur auf Deutsch.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der langfristigen Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle statt.
Mo, 20. 4. 2026
Am Dienstag, dem 14. April 2026, hat im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle ein Vortrag über Max Brod (Ein vergessener Prager deutscher Autor: Der Romancier Max Brod) stattgefunden.
Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.
Mi, 15. April 2026
Am Montag, dem 30. März 2026, fand im Rahmen der Reihe Literatur an der frischen Luft eine Autorenlesung mit Jakub Řehák statt.
Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.
Di, 14. April 2026 - 18:00
Prager Literaturhaus | Ječná 11, Praha 2
Der Prager Schriftsteller Max Brod, der ein umfangreiches Werk in Prosa, Lyrik, Dramatik und Essayistik hinterlassen hat, steht heute weitgehend im Schatten des von ihm protegierten, weltweit rezipierten Franz Kafka. Dabei war Brod, obwohl kein Vertreter der literarischen Moderne, zu Lebzeiten der deutlich bekanntere und auf dem Buchmarkt auch aktivere und erfolgreichere Autor. Für Brod lassen sich 131 selbständige Veröffentlichungen nachweisen (Wilpert/Gühring 1992). Im Zentrum des Vortrags steht Brods gleichwohl weitgehend konventionelles Romanschaffen, von dem heute nur für vereinzelte Werke eine gewisse Bekanntheit vorausgesetzt werden kann. Dieses Romanwerk soll am Beispiel von Brods historischen Romanen (Tycho Brahes Weg zu Gott 1915, Rëubeni. Fürst der Juden 1925, Galilei in Gefangenschaft 1948, Armer Cicero 1955) eine kritische Würdigung finden.
Steffen Höhne ist Professor für Kulturwissenschaft und -management an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena; zu seiner umfassenden Publikationstätigkeit gehört u.a. auch die Mitherausgeberschaft des Handbuchs der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder (2017) und des Handbuchs der Literaturen aus Czernowitz und der Bukowina (2023).
Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Karluniversität Prag/Kurt-Krolop Forschungsstelle statt.


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