Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
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Aktuelles
Prager Sternenhimmel von Max Brod
Mo, 3. Juni 2024  -  18:00
     Sukova síň (Suk-Saal) im Rudolfinum, Alšovo nábřeží 12, Prag 1

Anlässlich des 100. Todestages von Franz Kafka laden wir Sie herzlich zu einem literarisch-musikalischen Abend im Rudolfinum ein. Viera Glosíková und Barbora Šrámková werden die Persönlichkeit von Kafkas Freund Max Brod, der im Mai dieses Jahres seinen 140. Geburtstag gefeiert hätte, und insbesondere seine Beziehung zum Werk von Leoš Janáček vorstellen.

Max Brod war ein vielseitig begabter Schriftsteller und Musiker. Doch heute ist er vor allem als Freund von Franz Kafka und Retter seiner Manuskripte sowie als Entdecker literarischer und musikalischer Talente bekannt. Ohne Brods Beitrag wären die Werke von Jaroslav Hašek und Leoš Janáček erst viel später über die Grenzen Böhmens und Mährens hinausgekommen.

Auf dem Programm stehen auch Lieder von Max Brod nach Texten von Franz Kafka, dargeboten von Tamara Morozová (Gesang) und Filip Martinka (Klavier). Die Moderation übernimmt David Stecher.

Eintritt frei. Bitte benutzen Sie dieses Formular, um Ihren Platz zu reservieren.

Der Eingang von der Moldau-Seite (Galerie Rudolfinum) ist ab 17:30 Uhr geöffnet.

Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache statt.

Der Abend wird in Zusammenarbeit mit dem Jahr der tschechischen Musik (Rok české hudby) veranstaltet.


Fotografien: Kafka & Milena mit Veronika Jičínská
Mi, 22. Mai 2024

Am Mittwoch, dem 15. Mai 2024 fand ein Vortrag von Veronika Jičínská über die Übersetzerin und Journalistin Milena Jesenská in der Maisel-Synagoge in Prag statt.

Zu demselben Thema sprach Veronika Jičínská anschließend auch für die Kultur-Nachrichten im Tschechischen Fernsehen (4:55 – 7:55).

Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.


Fotografien: Literarische Kommunikation und Zensur in Krisenzeiten (Tschechoslowakei 1968-1989)
Mi, 22. Mai 2024

Am Dienstag, dem 30. April 2024 fand im Prager Literaturhaus ein Vortrag von Petr Pytlík zum Thema Zensur und literarische Kommunikation in der Tschechoslowakei in den 1970er und 1980er Jahren statt.

Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.


Zebras im Schnee: Autorenlesung mit Florian Wacker
Mo, 27. Mai 2024  -  18:00
     Prager Literaturhaus | Ječná 11, Prag 2

Wir laden Sie herzlich zu einer Autorenlesung mit dem Schriftsteller und Dramatiker Florian Wacker, der aus seinem neuen Roman Zebras im Schnee (Berlin Verlag, 2024) liest, ein. Die Geschichte spielt in Frankfurt am Main und erzählt durch die Augen zwei junger Protagonistinnen, einer Malerin und einer Fotografin, von der Frankfurter Kunstszene der 1920er Jahre, von Liebe, Freundschaft und dem Aufkommen des Nationalsozialismus.

Florian Wacker ist Autor des Kurzgeschichtenbandes Albuquerque (2014) und mehrerer Romane, darunter Weiße Finsternis (2021, Robert-Gernhardt-Preis des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst) und Die Spur der Aale (2023).

Die Veranstaltung wird gedolmetscht, eine tschechische Übersetzung des deutschen Textes wird zur Verfügung stehen.

Die Autorenlesung findet im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Künstlerclub statt.


Autorenlesung mit Martina Lisa
Di, 28. Mai 2024  -  18:00
     Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, U Lužického semináře 13, Prag 1

Wir laden Sie herzlich zu einer Lesung mit der Autorin, Übersetzerin und unserer sächsischen Stipendiatin Martina Lisa ein.

Martina Lisa liest aus ihrem neuen Hörspiel, das von der tschechischen Underground-Dichterin, Prosaikerin und Künstlerin Jana Krejcarová alias Honza Černá, Tochter von Milena Jesenská, inspiriert ist. Im Rahmen des Abends findet auch die Eröffnung der Ausstellung Lesarten statt, die gemeinsam mit dem Glauchauer Kunstverein art gluchowe e.V. organisiert wird.

Da die Kapazität begrenzt ist, bitten wir Sie um eine Rückmeldung bis zum 21.05.2024 an: michaela.krcmarova@cz.sachsen.de

Die Veranstaltung wird gedolmetscht, eine tschechische Übersetzung des deutschen Textes wird zur Verfügung stehen.

Der Abend findet in Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag statt.


Deutsch-tschechischer Literaturabend: Steffi Böttger und Klára Vlasáková
Mi, 22. Mai 2024  -  19:00
     Avoid Café auf der Náplavka-Promenade (die Zelle unter dem Tanzenden Haus), Prag 2

Wir laden Sie herzlich zu unserer traditionellen deutsch-tschechischen Autorenlesung ein, die wir jedes Jahr am Vorabend der Eröffnung der Buchmesse und des Literaturfestivals Svět knihy veranstalten. Die diesjährigen Gäste sind unsere aktuelle Stipendiatin Steffi Böttger und die Schriftstellerin Klára Vlasáková.

Die deutsche Autorin, Publizistin und Schauspielerin Steffi Böttger wird aus ihrem Text Almas Liebestod über die letzten Lebensjahre der Femme fatale Alma Mahler lesen. Die Prosaikerin und Drehbuchautorin Klára Vlasáková liest einen Auszug aus ihrem Roman über Mütter und Töchter Těla (belletristisches Buch des Jahres der tschechischen Tageszeitung N 2023).

Bitte beachten Sie, dass die Lesung diesmal nicht an Bord des Schiffs Avoid stattfindet, sondern im Café Avoid (in der Zelle unter dem Tanzenden Haus, Eingang von der Uferpromenade).

Die Veranstaltung wird gedolmetscht, eine tschechische Übersetzung des deutschen Textes wird verfügbar sein.

Der Abend findet in Zusammenarbeit mit dem Haus des Lesens der Prager Stadtbibliothek und mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen statt.


Neue Stipendiatin aus Sachsen
Mai und Juni 2024

Ein herzliches Willkommen an unsere neue Stipendiatin Steffi Böttger! Sie wird die Monate Mai und Juni in Prag verbringen, hier die tschechischen Archive besuchen und sich dem Schreiben widmen. Über ihre Prager Erfahrungen berichtet sie regelmäßig in unserem Stipendiaten-Blog.

Steffi Böttger wurde in Leipzig geboren und nach einer Schauspielausbildung arbeitete sie in verschiedenen Theatern. Seit langem beschäftigt sie sich mit dem Leben und Werk des in Prag geborenen Schriftstellers Hans Natonek: sie gab seine Publizistik heraus und 2013 erschien ihre Natonek-Biographie Für immer fremd im Lehmstedt Verlag. Mittlerweile publiziert sie nicht nur kulturgeschichtliche Stadtführer deutscher und Schweizer Städte, sondern beschäftigt sich mit Autoren des frühen 19. Jahrhunderts. Regelmäßig erscheinen dazu ihre Texte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und den Leipziger Blättern. Sie ist als Sprecherin für Hörbücher im Tonstudio der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (heute DZB Lesen) und als Synchronsprecherin für Dokumentationen bei Arte und der ARD tätig.

Wir wünschen der Autorin einen schönen Aufenthalt und laden alle herzlich zu ihrer Autorenlesung ein, die am nächsten Mittwoch, dem 22. Mai 2024 um 19 Uhr im Avoid Café auf der Náplavka-Promenade stattfindet.

Das Stipendienprogramm wird in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen organisiert.


Kafka & Milena: Diskussionsabend mit Veronika Jičínská
Mi, 15. Mai 2024  -  19:00
     Maisel-Synagoge, Maiselova 10, Prag 1

Wir laden Sie herzlich zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion mit der Germanistin Veronika Jičínská zum Thema Franz Kafka und Milena Jesenská ein.

Milena Jesenská starb im Mai vor achtzig Jahren im Konzentrationslager Ravensbrück. Heute ist sie vor allem als Freundin von Franz Kafka und Empfängerin von Kafkas Briefen an Milena bekannt, aber sie war auch Journalistin, Übersetzerin und Schriftstellerin. Der Vortrag gibt einen Überblick über ihr Leben und Werk sowie über ihre Beziehung zu Kafka.

David Stecher übernimmt die Moderation. 

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Prag statt.

Der Abend findet in tschechischer Sprache statt.

Eintritt frei.


Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Prag
Do, 2. Mai 2024

Am Montag, dem 29. und Dienstag, dem 30. April 2024 besuchte der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, Prag. Während eines Konzerts in der Staatsoper am Dienstag traf David Stecher, Direktor des Prager Literaturhauses, mit dem Bundespräsidenten zusammen. Frank-Walter Steinmeier erinnerte sich an seine früheren Besuche im Literaturhaus und konnte es kaum glauben, dass unser Haus in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen feiern wird. Unser Freund und Förderer ist Steinmeier seit der Gründung; bereits 2007 hat er uns in Prag besucht. Natürlich sprachen er und der Direktor auch über František Černý, den kürzlich verstorbenen Vorsitzenden unseres Vorstands. Der Präsident nahm sich während seines Programms sogar die Zeit, dem Grab von František Černý in Vyšehrad einen privaten Besuch abzustatten und so sein Andenken zu ehren.


Wilfred Jonckheere Collection: Korrespondenz von Johannes Urzidil
Mo, 29. April 2024

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Bibliothek des Prager Literaturhauses einen neuen, sehr wertvollen Zuwachs erhalten hat. Es handelt sich um eine Sammlung der Korrespondenz des Prager deutschen Schriftstellers, Journalisten und Kunsthistorikers Johannes Urzidil. Dieses großzügige Geschenk an das Prager Literaturhaus machte der Germanist Wilfred Jonckheere, emeritierter Professor an der Universität von KwaZulu-Natal in Südafrika.

Die Sammlung enthält 24 Briefe, darunter ein paar Postkarten und Fotografien, die Johannes Urzidil zwischen November 1959 und Januar 1969 an Wilfred Jonckheere, einen Studenten seines Werks und späteren guten Freund, geschickt hat. Einige der Briefe sind maschinengeschrieben, einige handschriftlich. Urzidil verfasste die meisten Briefe in New York, wo er seit 1941 im Exil lebte, aber einige wurden auch während seiner Vortragsreisen in Westeuropa verschickt. Der letzte Brief der Sammlung ist auf den 29. September 1972 datiert und stammt von Urzidils Frau Gertrude, die über den Tod ihres Mannes im November 1970 in Rom berichtet.

Wir haben beschlossen, die Sammlung Wilfred Jonckheere Collection zu nennen, nach dem Spender und Empfänger der Briefe. Wie und warum der Briefwechsel von Wilfred Jonckheere mit Johannes Urzidil begann, können Sie in seinem Kommentar zur Sammlung nachlesen (deutsche, tschechische und englische Fassung).

Faksimiles der Briefe stehen den Besucher*innen in unserem Literaturkabinett zur Verfügung. Das Studium der Originale ist auf Anfrage möglich.

Unser herzlichster Dank an Herrn Prof. Wilfred Jonckheere und schöne Grüße nach sonniges Südafrika!


Literarische Kommunikation und Zensur in Krisenzeiten: Tschechoslowakei 1968-1989
Di, 30. April 2024  -  18:00
     Prager Literaturhaus | Ječná 11, Prag 2

Wir laden Sie herzlich zu einem Vortrag des Germanisten Petr Pytlík von der Masaryk-Universität zum Thema Zensur und Literaturbetrieb in der Tschechoslowakei in den 1970er und 1980er Jahren ein.

Nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei im Jahr 1968 wurden Zensurmaßnahmen wiedereingeführt. Obwohl diese Maßnahmen den literarischen Betrieb erheblich erschwerten, entwickelten sich bald Mechanismen, die es ermöglichten, die fatalen Auswirkungen der Zensur abzuschwächen und die strikten Regelungen zu umgehen. Petr Pytlík wird in seinem Vortrag auf diese "Aushandlungsprozesse" eingehen und besprechen, mithilfe von welchen Strategien die jeweiligen Akteure (Verlage, Übersetzer, Kritiker usw.) in einem durch die Zensur definierten Literaturbetrieb ihre Tätigkeit ausüben konnten.

Der Vortrag wird in Zusammenarbeit mit der Kurt Krolop Forschungsstelle für deutsch-böhmische Literatur an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität veranstaltet.

Der Vortrag findet auf Deutsch statt.


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