Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
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Aktuelles
Kamil Bouška im Literaturhaus
Mo, 23. März 2026  -  18:00
     Prager Literaturhaus | Ječná 11, Praha 2
Der Dichter Kamil Bouška stellt im moderierten Gespräch mit Josef Straka sein bisheriges künstlerisches Schaffen vor, einschließlich neu entstandener Texte mit einer erzählerischen Figur namens Viktor.
 
Kamil Bouška (*1979 in Kladno) studierte Religionswissenschaft an der Universität Pardubice und arbeitet als Bibliothekar und Lyriker. Mit seinem Debütband Oheň po slavnosti (Fra, 2011) wurde er für den Magnesia Litera in den Kategorien Lyrik und Entdeckung des Jahres nominiert. Sein dritter Gedichtband Inventura (Fra, 2018), ebenfalls für den Magnesia Litera nominiert, erschien 2021 in polnischer Übersetzung von Zofia Bałdyga. Im Jahr 2023 veröffentlichte er im Verlag Trigon den Gedichtband Dokumenty, einen einbändigen lyrischen Triptychon, mit dem er das Finale des renommierten Dresdner Lyrikpreis sowie erneut des Magnesia Litera erreichte.
 
 
Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache im Rahmen der Reihe „Literatur an der frischen Luft“ statt, mit Unterstützung des Stadtbezirks  Prag 2.
 

Autorenlesung Jakub Řehák
Mo, 30. března 2026  -  18:00
     (A)VOID Floating Gallery, Výtoň, Praha 2
Der Dichter Jakub Řehák liest aus seiner handschriftlichen Sammlung Zlý chodec (Der böse Fußgänger) Gedichte und kürzere Texte vor, die sich auf mehrere Prager Stadtteile (Smíchov, Nusle und Vršovice) beziehen, aber auch auf andere Orte, zwischen denen der Dichter hin- und herwandert (die Uferpromenade, die Eisenbahnbrücke in Výtoň, die Parks Grébovka und Folimanka oder der weiter entfernte Park Parukářka), die seine Wahrnehmung und sein Zeitgefühl schärfen.
 
Jakub Řehák (1978) ist Dichter, Essayist und Herausgeber, arbeitet in der Stadtbibliothek in Prag. Er debütierte 2008 mit dem Gedichtband Světla mezi prkny (Lichter zwischen den Brettern). Für den Gedichtband Past na Brigitu (Die Falle für Brigita, 2012) erhielt er den Magnesia Litera-Preis für Lyrik, 2025 erschien der Titel in polnischer Übersetzung von Zofia Bałdyga. Eine Nominierung für den Litera-Preis erhielt er auch für den Gedichtband Konkrétní poštolka (Die konkrete Falke, 2024). Seine literaturkritischen Texte fasste er in dem umfangreichen Band Poezie ve věku vnějškovosti: Eseje, recenze a jiné texty z let 2007–2022 (Poesie im Zeitalter der Äußerlichkeit: Essays, Rezensionen und andere Texte aus den Jahren 2007–2022) zusammen. Als Herausgeber bereitete er die Veröffentlichung der Gedichte von Stanislav Dvorský, eine Auswahl aus der Poesie von Vratislav Effenberger und die Anthologie Každý ji zná tak bude maskovaná: 66 současných básní o Praze od 56 českých básníků a básnířek (Jeder kennt sie, also wird sie getarnt sein: 66 aktuelle Gedichte über Prag von 56 tschechischen Dichtern und Dichterinnen, 2022) vor.
 
 
Moderation: Josef Straka
Der Abend findet in tschechischer Sprache  im Rahmen der Reihe „Literatur an der frischen Luft“ statt
 
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem (A)VOID Floating Gallery statt, mit Unterstützung des Stadtbezirks Prag 2.

 


Hundert Jahre seit der Geburt von Franz Wurm
Mo, 16. März 2026

Heute dem 16. März 2026, jährt sich zum hundertsten Mal der Geburtstag des in Prag geborenen Franz Wurm.

Franz Wurm (16.3.1926, Prag – 29.9.2010, Ascona) war ein tschechoslowakisch-schweizerischer, deutsch schreibender Dichter und Übersetzer. 1939 schickten ihn seine Eltern ins englische Exil, wodurch er der rassistischen Verfolgung entging. Beide Eltern wurden später im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Franz Wurm studierte Romanistik und Germanistik an der Universität Oxford und ließ sich ab den 1950er Jahren in der Schweiz nieder, wo er in Zürich und in den letzten zehn Jahren seines Lebens im italienischsprachigen Ascona lebte. Er war mit dem Dichter Paul Celan befreundet, mit dem er einen regen Briefwechsel führte (veröffentlicht 1995 bei Suhrkamp Verlag). Von 1969 bis 1971 lebte er in Prag, wo er sich mit Emanuel Frynta und Ivan Vyskočil anfreundete. Er übersetzte unter anderem Gedichte von Vladimír Holan ins Deutsche und war auch als Übersetzer aus dem Französischen (Paul Valéry, René Char) und Englischen (Ludwig Wittgenstein) tätig.

Die erste tschechische Auswahl aus Wurms Jugendbänden wurde von Jan Ort zusammengestellt: Břehy v zádech (1974). Insgesamt drei Gedichtbände wurden in der Übersetzung von Věra Koubová veröffentlicht: Rozevřená fuga (Prostor, 2004, eine Auswahl aus Dirzulande, Hundstage a Dreiundfünfzig Gedichte), das poetische Gedicht König auf dem Dach (Král na střeše, Triáda, 2018)  aus der Mitte der 1970er Jahre, als der Autor in Israel lebte, und Dirzulande (Mezi vlnou a zdí, Dybbuk, 2023), das intensiv die Erfahrung des Sprachverlustes reflektiert.

        © Michael Wolgensinger


Hanuš Karlach gestorben
Mi, 4. März 2026

Am 26. Februar 2026 ist Hanuš Karlach im 87. Lebensjahr plötzlich verstorben – ein Literaturtheoretiker, hervorragender Übersetzer, Germanist, Anglist, Träger des Staatspreises für Übersetzerleistungen aus dem Jahr 2015. Zu den Autoren, deren Werke er ins Tschechische übersetzt hat, zählen auch in Prag gebürtige deutschsprachige Schriftsteller Franz Werfel, Rainer Maria Rilke, Gustav Meyrink, Franz Kafka u. a.

Foto (c) KnVH, Ondřej Němec


Erinnerung an Arnošt Lustig
Do, 26. Februar 2026

Heute vor 15 Jahren erreichte uns die traurige Nachricht, dass ein hervorragender Schriftsteller, erstaunlicher Erzähler und vor allem ein großartiger Mensch und guter Freund, der seine Freunde nie im Stich lässt, gestorben ist: Arnošt Lustig.

Arnošt Lustig war auch ein guter Freund von Lenka Reinerová und ein Sympathisant unserer Institution. 
 

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