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Als einfühlsame Muse und Beraterin des Dichters blieb Lou für die Rilke-Forschung zwar eine unverzichtbare Referenz, doch gerieten ihre eigenen, einst viel gelesenen Werke durch die tradierte Betonung ihrer mütterlichen Hilfeleistung zunehmend aus dem Blick. Rilkes Beziehung zu Lou als Übertragung einer ursprünglich negativen Mutter-Imago auf ein wegweisendes Mutterideal wird in diesem Buch voll gewürdigt, doch kommt neben der kongenialen Ansprechpartnerin auch die selbst schreibende Frau zu Wort, die sich im intersubjektiven Austausch mit ihrem geistigen Sohn von ihm inspirieren ließ. Im thematischen Bereich von Heim und Unheimlichkeit spürt die Studie den Wechselwirkungen nach, die das Paar literarisch verbinden. Zur Erhellung der Ergebnisse, die neben verwandten Gedanken auch Unterschiede sichtbar machen, dienen Tagebücher, Briefe und andere Selbstzeugnisse.
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