Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
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Konferenz der nationalen Minderheiten


 
Am 12. November 2015 fand die 15. Treffung der nationalen Minderheiten, veranstaltet von der Hauptstadt Prag und dem Haus der nationalen Minderheiten in Clam-Gallas Palais in Prag statt. Die Konferenz "Nationale Minderheiten - geistliches Leben, Glauben, Literatur" stand unter der Schirmherrschaft des Ministers für Menschenrechte Jiří Dienstbier. 

Akademische Fachleute und Vertreter der einzelnen nationalen Minderheiten referierten über Themen zu dieser Problematik und die Integration von Ausländern in der Hauptstadt und ganz Tschechien. Das Programm wurde in drei Teilen verteilt - 1) Beitrag der nationalen Minderheiten für die tschechische Gesellschaft, 2) Literatur der nationalen Minderheiten und ihrer Beitrag für die tschechische Kultur, 3) geistliches Leben und Glauben im Leben der nationalen Minderheiten.

Ein wichtiger kultureller Beitrag ist auch das literarische Schaffen der Minderheiten. Die deutschsprachige Literatur "ist nicht nur Kafka, wir sprechen von einem Prager Kreis, einer künstlerischen Gruppe, die zwischen den Weltkriegen in Prag lebte und schrieb. Es war eine Generation von weltbekannten Schriftstellern wie Franz Kafka, Max Brod, Egon Erwin Kisch, Lenka Reinerová, Franz Werfel, Gustav Meyrink, aber auch Johannes Urzidil, Victor Hadwiger oder Paul Leppin, aus Mähren z. B. Hermann Ungar oder der in Brünn geborene Ernst Weiß. Diejenigen, die wir zum Prager Kreis einordnen, teilten meistens Sympathie und Interesse für die tschechische Sprache und Kultur. Oft sind sie zweisprachig aufgewachsen, oder sprachen beide Sprachen gut", sagte David Stecher, Direktor des Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren, der in dem zweiten Teil über das Thema Deutschsprachige Literatur referierte.
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