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Rilke und (seine) Tschechen

03.12.2015,  18:00

Prager Literaturhaus | Ječná 11, Prag 2




Am Vorabend des 140. Geburtstages von Rainer Maria Rilke (1875-1926) sprechen die Übersetzerin Alena Bláhová und die GermanistenViera Glosiková und Milan Tvrdík über Rilkes Beziehung zur tschechischen Literatur und die tschechische Rezeption seines Werkes. Überraschungen sind zu erwarten aus einer „Zeitkapsel“ mit Originalstücken aus dem Nachlass von Rilke, die Thomas Schmidt vomDeutschen Literaturarchiv in Marbach präsentieren wird.

Thema des Gesprächs (der Germanisten Viera Glosiková und Milan Tvrdík und der Übersetzerin Alena Bláhová) wird die direkte und indirekte Inspiration durch das böhmische, bzw. tschechische Umfeld im Gesamtwerk von R. M. Rilke sein (sowohl im lyrischen und prosaischen als auch im essayistischen Werk und in Briefen). Prag und Böhmen werden auch im Spätwerk des Dichters reflektiert, in dem die Orte zwar nicht explizit erwähnt werden, dennoch ist dieser Einfluss auch hier zu erkennen. Es werden nicht nur die Prager Lokalitäten besprochen, die mit Rilkes Kindheit und Jugend verbunden sind, sondern auch die Schlößer Vrchotovy Janovice und Loučeň, deren Inhaberinnen Rilke gefördert haben.

Nur ein Jahr, nachdem Rilke Prag verlassen hatte, lernte er Lou Andreas-Salomé kennen, eine der faszinierendsten Frauen der Zeit, mit der er alsbald nach Russland aufbrach. Seine beiden Reisen haben den jungen Dichter entscheidend geprägt, wie er noch kurz vor seinem Tod schreibt. Thomas Schmidt vom Deutschen Literaturarchiv Marbach wird zeigen, welche materiellen Spuren von dieser Reise geblieben sind und auch Einiges, was in Marbach aus Rilkes Prager Zeit aufbewahrt wird.

Gäste: Alena Bláhová, Viera Glosiková, Milan Tvrdík, Thomas Schmidt

Deutsch und Tschechisch, wird gedolmetscht.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Prag.   

Das Plakat finden Sie hier.

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